Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung
Von der Methodenauswahl bis zur Wirksamkeitskontrolle. Diagnostik, Maßnahmen und Organisationsentwicklung aus einer Hand, durchgeführt von einem Psychologen. Für Unternehmen in Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg und im DACH-Raum.
der Betriebe mit Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen darin psychische Belastung. Rund ein Drittel aller Betriebe führt gar keine durch.

Für wen und in welcher Situation
Die Beurteilung psychischer Belastung fehlt noch oder ist veraltet.
Aufsichtsbehörde oder Berufsgenossenschaft fragen nach der Dokumentation.
Fehlzeiten oder Fluktuation steigen in einzelnen Bereichen spürbar an.
Eine Befragung liegt vor, doch aus den Ergebnissen sind keine Maßnahmen entstanden.
Vorgehen
Orientiert an den Empfehlungen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA).
Vorbereitung und Steuerkreis
Ziele, Tätigkeitsgruppen und Beteiligte festlegen, Betriebsrat, Arbeitsschutz und Führung früh einbinden.
Methodenauswahl nach GDA
Passende Kombination aus Befragung, moderierten Workshops und Beobachtungsinterviews, abgestimmt auf Größe und Tätigkeiten.
Erhebung
Durchführung der Befragung, Workshops und Interviews mit klarer Kommunikation an die Beschäftigten.
Beurteilung und Maßnahmen
Ergebnisse je Bereich rückspiegeln, Maßnahmen gemeinsam mit Führung und Beschäftigten entwickeln und priorisieren.
Umsetzung und Wirksamkeitskontrolle
Begleitung der Umsetzung und Prüfung, ob die Maßnahmen die Belastung tatsächlich verändern.
Dokumentation
Nachvollziehbare Dokumentation nach §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz, bereit für Fortschreibung und Prüfung.
Methoden der psychischen Gefährdungsbeurteilung im Überblick
Für die GBU Psyche gibt es kein einzelnes Pflichtinstrument. Die GDA-Empfehlungen nennen drei Wege, die sich gut kombinieren lassen:
- Mitarbeiterbefragung mit validiertem Fragebogen: Sie erreicht viele Beschäftigte, liefert vergleichbare Werte je Bereich und eignet sich gut für größere Organisationen. Entscheidend sind Anonymität, eine ausreichende Rücklaufquote und eine Auswertung, die Führungskräfte verstehen.
- Moderierte Analyseworkshops: Beschäftigte einer Tätigkeitsgruppe benennen Belastungen und Ressourcen selbst und entwickeln erste Lösungen. Das schafft Akzeptanz für die Maßnahmen und eignet sich auch für kleinere Betriebe.
- Beobachtungsinterviews: Geschulte Beobachter erfassen Arbeitsabläufe direkt am Arbeitsplatz. Sinnvoll bei Tätigkeiten, die sich schwer beschreiben lassen, etwa in Produktion, Logistik oder Schichtarbeit.
Welche Kombination passt, hängt von Größe, Tätigkeiten, Vorerfahrung und der Frage ab, wie schnell Sie Ergebnisse brauchen. Ausführlich beschreibe ich Ablauf und typische Fehler im Fachartikel Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung: Ablauf, Methoden, typische Fehler.
Ergebnis und Nutzen
Ein belastbares Bild
Wo Belastung entsteht, nach Bereichen und Tätigkeiten getrennt.
Priorisierte Maßnahmen
Mit Verantwortlichen und Terminen, getragen von den Führungskräften.
Erfüllte Pflicht
Eine Dokumentation, die gesetzlichen Anforderungen genügt und fortgeschrieben werden kann.
Messbare Wirkung
Eine Wiederholungsmessung zeigt, ob sich die Belastung in den Bereichen tatsächlich verändert hat.
Aus der Praxis
Befragungen auf Team- und Clusterebene als Entscheidungsgrundlage für die Bereichsleitung, verbunden mit einem Portfolio konkreter Maßnahmen.
Dieselbe Logik trägt auch die Gefährdungsbeurteilung: sauber erheben, verständlich rückspiegeln und Maßnahmen verbindlich machen.
Zum ProjektHäufige Fragen
Ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung Pflicht?
Ja. Seit 2013 nennt § 5 Abs. 3 Nr. 6 Arbeitsschutzgesetz psychische Belastungen bei der Arbeit ausdrücklich als Teil der Gefährdungsbeurteilung.
Welche Methode passt zu uns?
Das hängt von Größe, Tätigkeiten und Vorerfahrung ab. Die GDA nennt Befragungen, moderierte Workshops und Beobachtungsinterviews. Oft ist eine Kombination sinnvoll.
Werden einzelne Beschäftigte beurteilt?
Nein. Beurteilt werden Arbeitsbedingungen. Ich stelle keine Diagnosen und biete keine Therapie an.
Wie lange dauert das?
Abhängig von Größe und Methode. Im Erstgespräch schätze ich Aufwand und Zeitrahmen für Ihre Organisation ein.
Gibt es Fördermöglichkeiten?
Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung können Krankenkassen nach § 20b SGB V unterstützen. Ob das für Ihr Vorhaben gilt, klären wir im Einzelfall mit der Kasse.
Arbeiten Sie auch außerhalb von Karlsruhe?
Ja. Workshops und Interviews finden vor Ort in Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar statt, bundesweit und in Österreich und der Schweiz ebenfalls. Befragungen laufen standortunabhängig online.